Leander Sukov

Schreiben.

Schleift die Festung Europa!

Posted on | November 10, 2013 | 3 Comments

Flüchtlinge auf dem Mittelmeer

[Unterzeichnen auf Change.org. Klick. Klick.]

Der u.a. von André Heller, Robert Stadlober, Robert Menasse, Max Prosa, Carmen Maja Antoni, Christa Schuenke und natürlich auch von mir unterzeichnete Aufruf für eine neue, humane Flüchtlingspolitik hat in den letzten drei Wochen fast 25.000 Unterstützer finden können. Unter der Webadresse http://www.change.org/de/Petitionen/schleift-die-festung-europa haben viele Menschen aus Deutschland ihre Übereinstimmung mit den Zielen der Erstunterzeichner bekundet. Der Aufruf läuft so lange weiter, bis sich die Europäische Gemeinschaft bereit findet, Regularien zu schaffen, die eine legale Flucht nach Europa möglich macht und das abstruse und sinnlose Dublin-II-Protokoll für obsolet erklärt wird.

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Seltene Erden

Posted on | September 19, 2014 | No Comments

Mein Smartphone
Ganz aus Menschenfleisch.
Es hat Kinder in Afrika gefressen
und Arbeiter in China.
Satt liegt es in meiner Hand.
Es kennt die Welt.
Es füttert die Aktionäre
und erhöht den Status.
Es bildet ab und findet den Weg.
In Afrika gibt es viele Dörfer ohne Weg.
Mein Smartphone hat eine Notruftastenkombi.
Millionen haben keine Ärzte.
Mein Smartphone misst die Zeit.
Die Arbeiter in China arbeiten 12 Stunden.

Gewitter im Gebirge

Posted on | September 17, 2014 | No Comments

Hier ist kein Berg. Ich schreib Dir einen.

Siehst Du die dunklen Wolken — es kommt ein schweres Wetter. Durchnässt schon, doch noch vor dem ersten grellen Blitz erreichst Du die Hütte. Und sie haben noch ein Bett für Dich. Aus den nassen Sachen nun. Hüttenschuhe, Trainingshose, den rauen Janker. Jagertee am offenen Feuer. Draußen helle Blitze gegen die graublanke Wand des Bergs, Widerhall des Donner vom Gestein. Und schlafen dann. Der Weg hierher hinauf durchs Joch war lang.

Acht Glasen, zur zweiten Wache weckt Dich der Steuermann. Der Berg verliert sich schnell in den Wellen der kabbeligen See. Getrieben von der frischen Brise gleitet der Katamaran über die unendliche Weite, Du bist der Vorschotmann. Vor Euch schweres Wetter. Schwarz fast der Himmel. Blitze zucken. Tiefes Grollen rollt heran.

Eine Hand fasst Deine Schulter. Dass man nun schlösse, sagt der Wirt, die letzte Tram käme bald. Die Schwärze der Nacht weicht dem Grau des Tages. Die Tram schreit in den Kurven. In den Bäckereien schon Licht. Der Regen nässt Dich auf dem Weg von der Haltestelle zu Deiner Wohnung. Im Vorgarten fliegen Spatzen auf.
Hier ist kein Berg, kein Ozean und auch nicht Wirt und Tram und Spatzen.

Lewitscharoff

Posted on | September 9, 2014 | No Comments

.-.

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen

Posted on | September 4, 2014 | No Comments

Tom W. Wolf liest Leander Sukov. Und zwar wunderbar! Muss man wissen!
Bitte anhören und teilen. Danke.
PS: Immer daran denken: Magie ist Physik durch Wollen. Die Sonne ist kalt. Gravitation ist Abstoßung. (Welterklärung nach Dr. Axel Stoll, promovierter Naturwissenschaftler, er verließ den Strafplaneten 2014 mit unbekanntem Ziel)

Kaffee

Posted on | September 3, 2014 | No Comments

Alda?
Wasn?
Sachma …
Wasnlos? Wasissn?
Will mich bloß ma unterhalten.
Über wasn?
Egal.
Wissn Bier?
Hast Kaffe an Start?
Nee. Muß ich erst machen.
Soll ich?
Wasn?
Kaffe.
Ja, nee. Ich mach.
….
….
….
Wannen?
Wannen?
Wannde den Kaffe machen tust.
Kaffe?
Du hast gesachst, Du machst Kaffe.
Hab ich? Wannen?
Grad.
Is wegen Bier.
Du haust aber auch wech.
Ich sach Dir!
Denn mach ich.
Wasn?
Kaffe.
Ja, machma.
Wisst auch?
Nee, hab noch Bier.
Denn machichma.
Ja.
Genau.

Der Präsident spricht II

Posted on | September 2, 2014 | No Comments

Der Präsident spricht.
Satz für Satz schon Marschbefehl.
Die dreißig Millionen Toten
der Sowjetunion
durchs Schweigen noch einmal
gefallen.
Der Präsident spricht.
Fünfundsiebzig Jahre
nach dem Beginn des Völkermordes.
Und jeder Satz wie durchgeladen.
Entsichert die Moralgranaten.
Und nicht ein gutes Wort
zu jenen dreißig Millionen.
Der Präsident spricht.
Jetzt wär die Zeit für Friedensworte.
Doch jedes Wort klingt mir
wie Stiefeltritt.

Nazikeule, Nazikeule!

Posted on | September 2, 2014 | No Comments

Das wird man doch noch sagen dürfen?
Ich frag ja nur.
Die Mainstreammedien lügen immer alle.
Nazikeule, Nazikeule!
Araber sind auch Semiten.
Kriminelle Ausländer raus.
Das wird man doch wohl noch sagen dürfen?
Ich frag ja nur!
Deutschland ist nicht souverän.
Der Personalausweis ist fürs Personal.
Das ist keine Verschwörungstheorie.
Nazikeule, Nazikeule!
Sehen Sie sich mal unvoreingenommen um.
Hinterfragen Sie alles!
Lassen Sie sich nichts erzählen.
Ich könnte Ihnen noch mehr erzählen.
Da kommt mein Pfleger.
Muss ins Heim. Abendessen.
Nazikeule im Reichsrand.
Haben Sie die blauen Pillen genommen?
Ich frag ja nur.
Nehmen Sie sich vor den Illuminaten in Acht.
Die Reptiloiden sind auch Semiten.
Die Mainstreammedien lügen alle immer.
Das wird man doch noch sagen dürfen?
Auf dem Bilderberg wohnen die Reptiloiden.
20.000 Meilen unterm Meer lagern die Reichsflugscheiben.
Alle Notenbanken gehören Rothschild.
Rothschild besitzt 175 Trillionenmilliardenmillionen Dollar.
Muss zurück ins Heim.
Es gibt Reptilienkeule an Reisflugscheibe.
Nehmen Sie nie die blauen Pillen.
Die helfen!
Die Neue Weltordnung wird von Rothschild gemacht.
Das hat der schon vor 200 Jahren entwickelt.
Nazikeule, Nazikeule.
Sagen Sie nichts!
Bis dann.

Überall ist Irgendwo

Posted on | August 24, 2014 | No Comments

320px-Kabul_during_civial_war_of_fundamentalists_1993-2

Die Clubs verstecken den Krieg
unter Decken aus Klang.
Bloody Mary wird jetzt viel getrunken.
In Höfen suchen Paare schnelle Nähe,
entfernt sich einer, ist’s ins Ewige.
Automatische Waffen wärmen nicht.
Hubschrauber schlugen die grazilen Schwalben.
Die Nacht erhellt vom brennenden Bus.
Häuser knien auf Leichen.
Tote Bajazzos, gefärbt vom Betonstaub.
Im Radio noch das Beste
aus drei Jahrzehnten,
die Kinder lernen Gleichungen.
Keine geht auf.

(Foto: RAWA)

Und immer ein Hauch von Hugenberg …

Posted on | August 22, 2014 | No Comments

Stamp_of_Ukraine_Stepan_Bandera_100_yearsDie Öffentlich-Rechtlichen Sender, allen voran HEUTE, weniger die TAGESSCHAU, haben willentlich und wissentlich, in politischer Absicht, in ihrer Berichterstattung aus der Ukraine die Faschisten ignoriert. Bei den Berichten über die Demonstrationen auf dem Maidan, in Berichten über die Parlamentssitzungen, bei denen kommunistische Abgeordnete und die Parlamentsmitglieder der Janukowitschpartei körperlich bedroht worden sind oder nicht in das Parlament gelassen wurden, hat man verschwiegen, welche Kräfte dafür die Verantwortung getragen haben. Was für ZDF und ARD gilt, gilt auch für viele Zeitungen. Nicht nur der RECHTE SEKTOR, sondern auch Swoboda sind faschistische Organisationen, die den Umsturz von Anfang an mitgetragen haben. Sie sind zahlenmäßig offenbar genug, um Kampfeinheiten zu stellen, sie sind bewaffnet und sie werden nach ihrer Rückkehr kriegserfahren sein.
Ich halte es durchaus für möglich, dass es dann in der Westukraine einen Kampf um die Macht geben wird. Insbesondere deshalb, weil die Ukrainische Regierung damit begonnen hat, Mitglieder der faschistischen Organisationen in den Staatsapparat zu integrieren. Die Redaktionen der Nachrichtensendungen von ZDF und ARD werden sich fragen lassen müssen, was sie geritten hat propagandistisch Kräfte durch absichtliches Verschweigen zu unterstützen, die jeglicher Demokratie negativ und ablehnend gegenüber stehen, rassistisch und antisemitisch sind. Und die Programmbeiräte und Aufsichtsgremien sollten fragen, ob mit solchen Redaktionen der Programmauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender zu erfüllen ist und dafür sorgen, dass sich die Situation ändert. Auch personell. Denn natürlich hat man gewusst, was läuft. Alexander Rahr, Leiter des „Berthold Beitz-Zentrums – Kompetenzzentrum für Russland, Ukraine, Belarus und Zentralasien“ bei der Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik sagte im März in ‘Panorama’: „Der rechte Sektor war aus meiner Sicht entscheidend für den Umsturz, weil er eine Organisation ist, die auch bereit war, in Kampfhandlungen mit den Polizisten, mit den Sicherheitskräften einzutreten. Sie waren gut organisiert, sie hatten auch immer wieder einen Plan, wie sie angriffen, wie sie sich verteidigten, so dass sie einen großen Anteil am Erfolg des Maidans gehabt haben”. Das hat man auch vorher schon gewusst. So sind die Todesschüsse noch immer nicht geklärt. Und ich sage voraus, es wird auch so bleiben. Nicht wenig spricht dafür, dass ein Teil der Schüsse auf Demonstranten von faschistischen Heckenschützen abgegeben wurden, um die Situation anzuheizen. Es ist ihnen gelungen.

Bild: Tradition schon unter Juschtschenko: Ehre Deinen nationalen Faschisten. Briefmarke von 2009 zum 100sten Geburtstag Banderas. Juschtschenko ernannte den Faschistenführer nachträglich 2010 zum Helden der Ukraine. Janukowitsch setzte den Ukas wieder außer Kraft. Das machte ihn in den nationalistischen Kreisen nicht beliebter.

Tausend Sternschnuppen

Posted on | August 20, 2014 | No Comments

105px-Hieronymus_Bosch_013Dein Blick in eine unbekannte Ferne.
Stoßweis Dein Atem.
Du als dein Planet.
Ich: Mond.
Die Flut mein Werk.
Die Deiche werden brechen.
Sturm auf allen Kontinenten. .
Tausend Sternschnuppen
lösen sich aus dem Schweif
eines Kometen.

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