Überall: White Cliffs of Dover. Israel und der Kampf der Demokratien

Ich halte dafür, dass es eine internationale Regelung für den Gaza und die palästinensischen Autonomiegebieten geben muss. Ich habe aber nicht der Phantasie, obwohl Phantasie zu haben zu meinen Superkräften zählt, genug, um mir eine solche internationale Lösung in praxi auch vorzustellen.

Denn es muss gewährleistet werden, dass der Terrorismus gegen Israel der Vergangenheit angehört. Es muss zugleich sichergestellt werden, dass es keine terroristischen Akte durch kleine Gruppen der sogenannten Siedler gegen Palästinenser gibt. Es braucht eine Lösung hinsichtlich der Siedlungen im Westjordenland. Und die kann ja nicht sein, einfach die Siedler zu vertreiben. Vielleicht wäre es denkbar, dass sie fiskalisch (also Steuer und Zoll) zu den Autono

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Von der Schönheit der vielen Schmerzen

Die Lyrik Patricia Falkenburgs

Erlauben Sie mir zuerst über eine ganz junge Künstlerin zu sprechen, über eine großartige Komponistin, die schon mit sechs Jahren ihre erste Klaviersonate auf Notenblätter schrieb und das erste Violinenkonzert mit neun Jahren erschuf, erlauben Sie mir von Alma Deutscher zu sprechen, es erscheint mir wichtig zu sein, sie zu erwähnen. Denn vielleicht ha

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Glöcklers magischer Realismus. Zurück in die Zukunft.

Dieser Tage erscheint in dem uns verbundenen Kulturmaschinen Verlag ein neues Buch von Ralph Roger Glöckler. Der König in seinem Käfig wird es heißen, und die gut 170 Seiten sind für 21 Euro gebunden und für 14 Euro als Taschenbuch erhältlich. Ein kleiner Preis für ein großes Buch.

Glöckler ist ein Prosa- und Lyrikautor, den man getrost und ohne ihn zu überhöhen als Dichter bezeichnen kann; und man darf diese Berufungsbezeichnung durchaus in ihrem, zu Unrecht veraltet klingenden, klassischen Wesen gebrauchen. Die Sprachgewalt, die Grandezza und die Akkuratesse mit der Glöckler seine Sätze formt und seine Erzählungen verfasst, liegen weit oberhalb des Üblichem.

Ralph Roger Glöckler hat Germanistik und Romanistik studiert. Er ist Völkerkundler mit Magisterabschluss. Lange Jahre lebte er in Lissabon. Er ist polyglott und, gleichsam studiert welterfahren. Das sich daraus ergebende Niveau der Dichtung, sowohl in Prosa, als auch in der Lyrik, fügt ihn zu j

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Der philosophische “Hofnaar” dampfplaudernd über den Nahen Osten.

Ein Tiefpunkt auf der diesjährigen Buchmesse

Slavoj Žižek, der Hofnaar des Neoliberalismus (Gabriel Rockhill), naarte den Hof der Buchmesse mitsamt der Vorsteherin des Börsenvereins, der Bundesministerin für Kultur, der Präsidentin Sloveniens und dem guten und neuen Bürgermeister Frankfurts. Wer von dem Hans Dampfplauderer in Sachen Philosophie zumindest einen Beitrag erwartet hatte, der sich mitfühlend mit der Bevölkerung Israels gezeigt hätte, wurde eines Schlechteren belehrt.

Žižek gab zwar seiner Abscheu dem Angriff der Kampftruppen der Hamas auf Israel in gut drei, lass es vier sein, Sätzen Ausdruck, ging dann aber sofort dazu über, zu tun, was sogenannte linke Intellektuelle auch nach dem Ende es Blockkonfliktes tun: Er schob grantelnd und skandierend Israel die Schul

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Nach kauft nicht bei Juden: Fühlt nicht mit Juden. Der Kassler Friedensratschlag und toten Kinder in Israel.

Der Bundesausschuss Friedensratschlag, ein Zusammenschluss verschiedener, nunmehr eher kleiner, Friedensgruppen, hat eine hanebüchende, antisemitische Erklärung zum Angriff der Hamas auf Israel abgeben. In dieser Erklärung gibt es 301 Todesopfer: Allesamt Palästinenser. Ein sechzehnjähriger palästinensischer Junge, der vor wenigen Tagen bei einem Angriff von Siedlern auf ein Dorf starb und 300 Bewohner des Gaza-Streifens. Ansonsten gibt es einen Schuldigen: Israel, also die Juden, denen, das gilt wohl auch für die arischen Akteure des Friedensratschlag, die Deutschen bekanntermaßen Auschwitz nie vergeben werden (Zvi Rix).

Ebenso wird die Geschichte geklittert, als wäre man dazu vom Reichspropagandaministerium beauftragt und als es ginge darum, den angeblichen polnischen Überfall auf den Radiosender Gleiwitz „zu verkaufen“.

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Elektrisierende Elektra im Main Franken Theater

Wie schon mit der grandiosen Aufführung von Lucia di Lammermoor, beweist das Main Franken Theater in dieser Saison neuerlich die Güte seiner musiktheatralischen Arbeit. Mit großem Können hat man Elektra von Richard Strauss auf die Bühne der blauen Halle gebracht.

Der Ausweichbau ist nicht unbedingt für das Musiktheater, die Oper, geschaffen. Es ist eine Halle mit schwieriger Deckenkonstruktion und natürlich ohne wirklichen Orchestergraben. Die Akteurinnen und Akteure müssen gegen das Orchester ansingen. Eine Kernerarbeit, eine große Anstrengung für die Sängerinnen und Sänger. Sie alle haben, im Einklang mit dem hervorragend geleiteten Klangkörper die Aufgabe herausragend gemeistert.

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In Vorbereitung

Zum Ende 2022

Die Liebe ist ein reißendes Tier

Liebe und Verlorenheit

“Warten auf Ahab” und seine Fortsetzung. Vollständig überarbeitet. Ein Roman voll Liebe und Liebesleid, Kampf und Hoffnung.