Juni

by | Jun 1, 2016 | Wort & Freiheit | 0 comments

Jetzt ist schon wieder Juni, fast halb vorbei das Jahr.
Und nichts erreicht von dem, was doch erreichbar war.
Das tote, nasse, kalte Kind auf dem Matrosenarm,
so alt nur wie das Jahr, doch nicht so frühlingswarm.

Die Kinder unter den Gewittern aus Stahl und Tod und Feuer,
die aufgeblähten Bäuche, die ganz verbrannte Scheuer,
die ewig gleichen Formeln, Sätze, Wörter von der Ehre,
die ewig gut gezogenen und durchgeladenen Gewehre.

Es hat sich nichts geändert im halbvergangnen Jahr.
Wir haben nicht geändert, was doch zu ändern war.
Das tote, nasse, kalte Kind auf dem Matrosenarm,
soll machen das wir frierend sind und niemals wieder warm.

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