Geruch nach Erde

by | Mrz 3, 2015 | Wort & Freiheit | 1 comment

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Sie roch nach Erde, nach Kräutern, nach Regen.
Ihre Augen so wütend, so traurig, so froh.
Wir haben oft beieinandergelegen;
und waren wir zärtlich, dann waren wir roh.

Wir haben Transparente geschrieben,
im Büro vom Jugendverband,
und sind über Nacht dort geblieben,
bis uns am Morgen der Hausmeister fand.

Wir rauchten Joints und tranken Retsina,
wir kochten uns Reis mit Joghurt und Lamm.
Und sprachen über Chile und Palästina
und lasen Neruda und Heinrich Mann.

In der Zeitung seh ich manchmal ihr Bild.
Die Augen so träg‘ nun, so matt und so mild

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