Fabelhafter Frieden

Du, sag mir,
wie schmeckt der Kaffee dir
am Morgen, zum Mittagsmahl,
wie schmeckt der Wein?
Der Friede hier in allen Dingen,
am Himmel keine Bomber,
kein Trupp von Menschenjägern
in den Gassen, kein Platz
auf dem das Blut die Pfützen bildet,
das ist der gute, leichte Regen nur.
Wie schmeckt der Kaffee,
wie der Wein?
Und ruhig in diesem Frieden
lässt sich vom Krieg
wie über Fabeln sprechen.
Nicht weit entfernt
fließt Regen nicht, doch Blut,
das Mittagsmahl ist Henkersmahlzeit,
der Morgen tot und tot der Tag.
Der Krieg dort: nicht abstrakte Größe.
Von grauenhafter Kleinheit ist
das Sterben.

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