Die üblichen Verdächtigen …

by | Aug 21, 2020 | Wort & Freiheit | 0 comments

Die üblichen Verdächtigen fordern im Falle von Belarus „das Selbstbestimmungsrecht der Völker“, also die Nichteinmischung. In Diktaturen bestimmt das Staatsvolk reinweg nichts. Es kann deshalb auch nicht selbstbestimmen, bestimmen wie der Staat handelt.
De facto fordern man die Unantastbarkeit der Diktatur. Das fordern diese Leute immer dann, wenn sie vermeinen, die Dikatur fördere irgendwie den antiimperlialistischen Kampf. Im Reflex gegen USA, EU und NATO ist quasi jedes Regime recht. Auch das von Lukaschenko.
Mit diesen Leuten ist kein Staat zu machen, schon gar kein revolutionärer. Sie sind Obrikeitsfetischisten, Nostalgiker einer Zeit, die es nie gab und dunkle Romantiker einer nur behaupteten besseren Welt, die von wohlgenährten mit Wohnungen, aber nicht mit Freiheitsrechten ausgestatteten Skalven:innen bewohnt wird. Das ist das Gegenteil von Demokratie und Freiheit und also folglich nicht „links“.
Wer soziale Sicherheit ohne Freiheitsrechte fordert, trifft sich mit dem, der Freiheitsrechte ohne soziale Sicherheit fordert. Beide wollen Sklaven. Die einen möchten die Sklaverei durch Unterdrückung, die anderen die Sklaverei durch Not. Beide zu marginalisieren und an den Rand zu drängen, muss das Bestreben linken Handelns sein.

Leander Sukov

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