Die Lieder der Toten

by | Feb 23, 2015 | Wort & Freiheit | 0 comments

Und eine Stimme singt
mit wohlbekanntem Groove.
Das ist der Groove des Todes.
Da zwischen den Tönen, die sich
in Dein Herz bohren,
wie die von Amy Winehouse
oder Jim Morrisson
wie von Sid Vicious
oder Janis Joplin,
da zwischen den Tönen,
klingt es nach Einsamkeiten
und nach Geborgenheit im Nichts.
Da klingt es nach verlorenen Nächten
und verfallenen Tagen.
Du ziehst den Klang
über dich, den Sound der Stille,
wie ein Kind die Bettdecke
wenn es sich fürchtet.
Du siehst den Tod auf der Bühne,
Du siehst ihn im Studio,
er fliegt zu Dir durchs Netz.
Er ist in Deinem Kopf.
Er bedeutet, dass Du alle Lieder kaufen
können wirst. Alle Lieder dieser Stimme.
Weil das Singen ein Ende hat.
Keines brauchst Du zu vermissen.
Die Stimme stirbt vor Dir.
Und lebt doch weiter.
Und das Lied wärmt dich.
Es bedeckt Dich,
schützt Dich vor der Welt.
Und Du wartest auf die Nachrichten,
Dir den Tod der Stimme verkünden.
Hörst alle Lieder dann. Eine Decke aus Liebe.

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