Die ewige alte Zeit

by | Jul 12, 2015 | Wort & Freiheit | 1 comment

Trainingshose. Hand zum Deutschen Gruß erhoben.
Und jetzt die Revivaldemonstration.
Das Pack gibt das Pack. Das Stück ist bekannt.
Dass sich von denen in Freital noch keiner
in die Trainingshose gepisst hat, dauert mich.

Da zittern die morschen Knochen,
und wenn das Blut vom Messer spritzt …
Sing mein Sachse sing …
dann geht’s nochmal so gut.

Da ist sie wieder die ewige alte Zeit.
Die Wölfe heulen nicht nur im Mai.
Es reicht nicht, dagegen anzureden.
Es reichen keine schönen Worte.
Der Mob hört nicht zu. Der Mob schlägt zu.

Denn da zittern die morschen Knochen,
und wenn das Blut vom Messer spritzt …
Sing mein Sachse sing …
dann geht’s nochmal so gut.

Das ist er, der völkische Dreckshaufen.
Mach was Du willst. Sie schreien ihre Gülle drüber.
Wegen der Farbe, wegen des heimeligen Geruchs.
Sie sagen Deutschland! und meinen Schaftstiefel.
Sie sagen: Freiheit des Wortes. Und meinen Freiheit zu hassen.
Sie sagen: Wirtschaftsasylant und sagen Lügenpresse.
Und meinen: Untermensch und wollen den Stürmer wieder haben.

Und singen: Da zittern die morschen Knochen,
und wenn das Blut vom Messer spritzt …
Sing mein Sachse sing …
dann geht’s nochmal so gut.

1 Comment

  1. Ich wünschte ich könnte so ein Gedicht schreiben, dann müßte ich mich nicht mit meiner eigenen schlechten Laune täglich auseinandersetzen, wenn ich an die deutsche Politik denke.

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