Kramp-Karrenbauer und von der Leyen oder die Schwäche der Demokraten

Kramp-Karrenbauers politische Qualitäten wird man erst beurteilen können, wenn sie in Regierungsverantwortung agiert hat. Sie kommt, das darf nicht vergessen werden, als Politikerin aus einem Bundesland, das der Stadt Frankfurt am Main in der Bevölkerungszahl entspricht. Sie hat aus der Erfahrung in der saarländischen Abgeschiedenheit die CDU übernommen und sie muss dort die auseinanderdriftenden Flügel zusammenhalten. Auch das ist eine in der CDU eher ungewohnte Aufgabe. Jedenfalls in der jetzigen Dramatik. Zwischen dem in der Wolle gefärbten Demokraten Ruprecht Polenz und dem sogenannten Wertkonservativen Maaßen gibt es wenig Berührungspunkte. Vielleicht sogar nur das Parteibuch. Und es ist ja nicht eine vereinzelte Paarung. Die CDU ist unter dem Druck der Rechtsradikalen aus der AfD in Teilen dabei nach rechts außen zu driften. Dabei hat AKK nicht immer souverän und clever agiert. Aber immerhin hat sie agiert. Um in Fettnäpfchen zu treten, muss man erstmal die Traute

Aufstehen, die Mogelpackung

Florian Kirner ist Liedermacher, er richtet jedes Jahr im Mai das Paradiesvogelfest in Thüringen aus. Er ist ehrlich und man kann ihm trauen. Kirner gehört zu den Gründungsmitgliedern von Aufstehen. Offenbar hat Antje Vollmer daran Anteil. Er hat also von Anfang an zu Aufstehen gehört und war auch Teil der Führungsmechanismen. Im guten Glauben, es ginge um eine entstehende Bewegung.

Nun schreibt er bei Facebook: „Als es noch so aussah, dass Sahra bei der Fraktionsklausur der LINKEN im Januar als Fraktionsvorsitzende abgewählt werden könnte, hat Sevim Dagdelen der Fraktion mehr oder weniger offen damit gedroht, aus Aufstehen eine eigenständige Partei zu machen. In der Führung von Aufstehen haben die Vertreter der Linkspartei gleichzeitig ebenfalls diskret oder offen Druck in diese Richtung gemacht.
Als die Abwahl dann allerdings ausblieb, hat uns Oskar dann im Arbeitsausschuss lang und breit erklärt, warum Aufstehen