Wir, die demokratischen Kräfte

Wir, die demokratischen Kräfte in den sogenannten entwickelten Ländern, wir, von wertkonservativen Humanisten bis zu radikalen Linken, wir, die wir in den Traditionen von Robert Blum oder Karl Marx stehen, von Matthias Erzberger, Philipp Scheidemann oder Rosa Luxemburg, von Ludwig Erhard, Kurt Bachmann oder Willy Brand, wir, die wir uns nicht bereichern wollen an der weltweiten Armut und nicht die Welt für uns und unser Wohlergehen auszubeuten trachten … wir, die wir uns auf der Linken zerfasern im Kampf um die reine Lehre und wir, die wir in der demokratischen Mitte uns selbst blenden mit der Idee der Realpolitik, die von unserer Hand in nur unseren Mund führt und die uns nicht satt, die Hungrigen aber hungriger noch macht … wir sind es, die die Verantwortung tragen für 50 Millionen Tote jedes Jahr. Wir sind die einzigen, die in der Lage wären, über die schreckliche Heimeligkeit des Nationalstaates hinaus zu gehen. Wir sind nicht nur das Gegenteil derer, die im Menschen Humankapital sehen und in der Welt eine Ressource, die zu plündern erlaubt sei, sondern auch jener, die nationalistische, chauvinistische, rassistische und faschistische Heilslehren verkünden, welche nichts als Krieg, Mord, Not und Elend brächten, kämen sie zur Entfaltung.
Uns trennen unsere Weltsichten. Uns muss der Wille vereinen auf humanistischer Grundlage und wehrhaft gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur, auch gegen den Krieg als Fortsetzung von Politik mit anderen Mittel Wege zu finden.

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