Was soll das eigentlich mit diesem Sukov, Sukov?

Fragt mich ein Genosse aus Hamburg. "Na", sage ich, "das ist ganz einfach. Ich möchte nicht immer gefragt werden, ob ich verwandt wäre mit dem, der auch meinen bürgerlichen Nachnamen trägt. Der nämlich hat die Seiten gewechselt." Das sei, sagt der Genosse, doch nicht schlimm. "Eigentlich nicht", entgegne ich, "aber wenn er vom ‚Parteidichter‘, also vom linken Papiertiger, was ja schon so ähnlich klingt, am Ende bei der ‚Welt‘ landet, dann jedoch schon. Jedenfalls finde ich das. Immerhin war es die Welt, die damals – da war der ja schon wer in der Linken – die hämisch über Opfer in Chile berichtete. Um nur ein Beispiel zu nennen."

Ob die Namensänderung helfe, fragt der Genosse. "Meistens. Aber neulich saß ich auf einer Gruppensitzung. Und als ich über den Tisch auf das Heft des Kassierers sah, da hatte der feinsäuberlich hinter ‚Leander Sukov‘ ‚Uwe Timm‘ geschrieben. Also nicht einmal meinen Namen, sondern gleich genau den Namen des Menschen, wegen dessen Namen ich nun Leander Sukov heiße."

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