Christoph Hein wird 75

Der Pfarrerssohn Christoph Hein wurde am 8. April 1944 im schlesischen Jasienica (Heinzendorf) geboren und wuchs nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im sächsischen Bad Düben bei Leipzig auf. Da seine bürgerliche Herkunft eine akademische Ausbildung in der DDR zunächst verhinderte, ging er in den 1960er-Jahren zahlreichen wechselnden Tätigkeiten nach und arbeitete u.a. als Montagearbeiter, Kellner, Buchhändler, Journalist, Schauspieler und Regieassistent.
1964 legte er sein Abitur an der Abendschule ab. Er studierte zwischen 1967 und 1971 Philosophie und Logik an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Leipzig. Danach wurde er Dramaturg und Autor an der Volksbühne Berlin, seit 1979 arbeitet er als freier Schriftsteller.
Bekannt geworden ist Christoph Hein durch seine Novelle »Der fremde Freund«, die 1982 in der DDR veröffentlicht wurde und in Westdeutschland 1983 aufgrund des Titelschutzes als »Drachenblut« erschien. Das Thema des Sich-zu

Writers for Future

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) ruft zu Solidarität mit den weltweit streikenden und demonstrierenden Schülerinnen und Schüler für eine lebenswerte Zukunft auf.

»Wir bitten Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, wir bitten alle Menschen: Unterstützen Sie den Protest der Schülerinnen und Schüler, die in mehr als 110 Ländern mit ihren Mitteln für unser aller Zukunft demonstrieren!«, so Lena Falkenhagen, die Vorsitzende des VS.

Die Schülerinnen und Schüler fordern, dass die Menschheit endlich radikal gegen den selbst verursachten Klimawandel vorgeht, denn die Erderwärmung, die Verseuchung von Flüssen und Meeren, die Überschwemmung der Ozeane mit Plastikteilen, die Vernichtung von Insekten, die Zerstörung der Regenwälder bedroht nicht nur das Leben der Menschen, sondern die Gesamtheit von Flora und Fauna des Planeten.

»Es liegt in der Verantwortung aller Menschen, di

Impressionen von der Leipziger Buchmesse

Bücher sind mehr als Handelsware, sie tragen die Gedanken, die Diskussionen, die Weltsichten und die Phantasie von Autorinnen und Autoren, von Gruppen, ja, der Bewohner eines Kulturgebietes. Sie zeigen das Morphen der Gesellschaft, sie zeigen den Hass und die Liebe, die Ressentiments und die Solidarität. Sie sind ein dauerhaftes Verzeichnis von Befindlichkeiten und Tendenzen. Sie sind wichtig. Es ist die Aufgabe des Staates sie zu befördern, zu bewahren, sie in Bibliotheken zu bewahren und zugleich zugänglich zu machen.

Zugleich aber sind sie natürlich auch Handelsware. Ihr Weg an die Leserschaft verläuft aus dem Rechner der Autorin oder des Autors über den Verlag und seine Auslieferung und die wichtigen Großhändler in den Buchhandel. Und dieser Weg ist durch die Insolvenz von KNV, einem der drei marktführenden Grossisten gefährdet. Aber Verlage, Auslieferungen, ja selbst die Konkurrenten wissen: Ohne Solidarität geht es nicht in der Kultur, der Kunst, der Literat

Das Uploadfiltergespenst

Die großen Internetkonzerne haben sich alle Mühe gegeben. Und es hat geklappt. Google, Youtube und Konsorten ist es gelungen die hochverehrte Onlinerschaft völlig durch den Kakao zu ziehen. Mit dem Gespenst der Uploadfilter haben sie es geschafft, dass ganz ernsthafte Menschen tatsächlich daran glauben, dass nach Verabschiedung des EU-Urheberrechts die Freiheit des Internets zusammenbrechen könne. Filter überall.

Aber es ist nicht so. Der ganze Hype dient nur einem: Dem Verhindern von Zahlungen an die Verwertungsgesellschaften. Die aber sichern den Künstlerinnen und Künstlern in Deutschland und den meisten europäischen Ländern das Leben und oft auch das Überleben. Sie nehmen die Rechte der Schöpfer*innen wahr. Das gilt für Musik ebenso wie für Fotografie, Literatur, Journalismus oder Bühne. Und ihnen, den Schöpfer*innen, einen angemessenen Anteil zu ermöglichen, ist das Ziel des Gesetzentwurfes.

Die Verwertungsgesellschaften schreiben in einem Rundbrie