Monday, Monday …

Wenn man den Spinnern, den von angeblichen Chemtrails Verängstigsten, denen, die an das Deutsche Reich in der Herrlichkeit des Kaisertums und der Enge von Fachwerkbauten und romantischen Städtchen glauben, als eine Art von Hogsmeade, als Fluchtpunkt für Phobiker der Moderne, denen, die sich der Reichsflugscheiben und der Hohlen Erde sicher sind und die Errettung aus dem All ersehnen, weil sie nicht akzeptieren können, dass ihre Eltern und Großeltern Konzentrationslager betrieben und Slavinnen die Bäuche aufschlitzten, wenn man denen allen und den vielen anderen, mit verwandten Verschrobenheiten, mit verwandtem Wahn und korrespondierenden Bangnissen, die Möglichkeit gibt, ihr Irren und Irresein an der und um die Welt einem guten Ziel zuzuordnen, werden sie kommen.
Das ist die Basis der Mahnwachen. Es sind Leute wie der Kristallguru Schurig, es sind Zeitreisende und mit Pendeln bewehrte Endvierziger. Aber sie sind auch die Öffnung nach Rechts. Und es ist kein Zufall, dass sich viele Slogans der montäglichen Mahnwachen nun in den montäglichen Aufmärschen von Pediga wiederfinden. Für sie, die ja sowieso die Welt sich anders konstruierenden Menschen voll Furcht und Ängsten, ist es kein Widerspruch, gegen den Krieg und gegen Ausländer zu sein, gegen die Mainstreammedien und gegen die Pressefreiheit. Es ist eine Welt voll Mystik und voller Dämonen, die diese Leute sehen. Die Dämonen heißen Rothschild und Mohammed, die bösen Zauber heißt Geld und Zins — und den Fluß der Erkenntnis überschreiten diese Leute nie. Sie können nicht schwimmen und fürchten das Ertrinken im tiefen Strom der Welterkenntnis, der ihnen zu naß, zu tief und viel zu kalt ist.

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