Man wird sich entscheiden müssen

Man wird sich entscheiden müssen. Wenn es so ist, dass ohne Waffenhilfe der IS nicht zu stoppen ist, wenn also die Lieferung von schwerem Gerät an die Kurden, und zwar an alle drei Organisationen, die Peschmerga, die YPG/YPI und die HPG, notwendig ist: Wie will man dagegen sein und im kommenden Frühjahr, wie es manchmal noch geschieht, in gemütlicher Runde zusammensitzen und das Lied von der Jaramafront singen?
Man wird sich entscheiden müssen, ob man wirklich glaubt, die Mörderbanden des IS, der ja keinen Islamischen Staat will, sondern einen faschistischen, und der FS heißen sollte, können in westlichen Großstädten durch Demonstrationen und Lichterketten besiegt werden.
Man wird sich entscheiden müssen, ob es reicht, zu sagen: Das ist das Ergebnis der Politik von USA, EU und Nato. Ja, das ist das Ergebnis. Aber reicht es, die Wahrheit zu benennen?
Man wird sich entscheiden müssen.
Man muss nicht dafür sein, dass deutsche Soldaten in Syrien oder im Irak kämpfen. Nein, dafür muss man nicht sein.
Aber man wird sich entscheiden müssen, dafür zu sein, Peschmerga, YPI und HPG die Waffen zu liefern, die den vieltausendfachen Mord verhindern könnten. Oder nicht.
Denn liefert man keine Waffen, so wird man sich darauf verlassen müssen, dass die NATO eingreift. Nicht nur mit Bomben. Und es wird die Türkei sein, die dann eingreift, wenn der Faschistische Staat die Kurden ermordet hat. Sie werden ihre Truppen in ein Gebiet schicken, aus denen die Kurden vertrieben und in dem sie ermordet worden sind. In ein kurdenfreies Gebiet. Wenn man das will, jetzt und auch in Zukunft, denn es wird Schule machen, dann muss man dagegen sein den Kurden Waffen zu liefern.

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