In Hinblick auf die Anbringung einer Tafel am Karl-Liebknecht-Haus

Nikolai_Bukharin_1929Stalins Säuberungen in der KPdSU und den Bruderparteien waren der Versuch, die Parteien von Kommunisten zu säubern und so einen Parteikörper zu schaffen, der nicht mehr der Revolution, sondern Stalin dienen sollte. Die Genossinnen und Genossen, die in den Lagern und Gefängnissen gesessen haben, die ermordet wurden oder an den Haftfolgen gestorben sind, sind meiner Meinung nach Opfer eine konterrevolutionären Entwicklung unter Stalin, die auf die Wiedererrichtung eines absolutistischen Herrschaftsprinzip zielte.
Man muss bei der Aufarbeitung der Stalin’schen Jahre die Taten auf moralisch-ethischem Fundament betrachten; die Gründe aber sind quantitativ und qualitativ anzuschauen. Die des terroristischen Herrschaftssystems sind zu trennen von den vielen direkten Fehlentscheidungen und diese wiederum von den Fehlentscheidungen die ein entintellektualisiertes, in Teilen entwissenschaftlichtes, in Teilen auch esoterisches System in technologischer Hinsicht getroffen hat.

Die Tafel, welche nun erinnert, hat einen Text, den man hätte besser machen können. Mich stört insbesondere der Bezug auf nur deutsche Genossinnen und Genossen. Sie anzubringen aber war richtig.

Das Foto zeigt Nikolai Bukharin, der am 15. März 1938 nach einem Schauprozess ermordet wurde.

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