Impressionen von der Leipziger Buchmesse

Bücher sind mehr als Handelsware, sie tragen die Gedanken, die Diskussionen, die Weltsichten und die Phantasie von Autorinnen und Autoren, von Gruppen, ja, der Bewohner eines Kulturgebietes. Sie zeigen das Morphen der Gesellschaft, sie zeigen den Hass und die Liebe, die Ressentiments und die Solidarität. Sie sind ein dauerhaftes Verzeichnis von Befindlichkeiten und Tendenzen. Sie sind wichtig. Es ist die Aufgabe des Staates sie zu befördern, zu bewahren, sie in Bibliotheken zu bewahren und zugleich zugänglich zu machen.

Zugleich aber sind sie natürlich auch Handelsware. Ihr Weg an die Leserschaft verläuft aus dem Rechner der Autorin oder des Autors über den Verlag und seine Auslieferung und die wichtigen Großhändler in den Buchhandel. Und dieser Weg ist durch die Insolvenz von KNV, einem der drei marktführenden Grossisten gefährdet. Aber Verlage, Auslieferungen, ja selbst die Konkurrenten wissen: Ohne Solidarität geht es nicht in der Kultur, der Kunst, der Literatur. Auch die Schriftstellerverbände reagieren unaufgeregt, aber solidarisch. Unter diesem Eindruck steht die Buchmesse merklich.

Gelungen ist es des, durch die Arbeit von VERLAGE GEGEN RECHTS, die rechtsradikalen, faschistischen und die rassistischen Verlage weitgehend zu verunsichern. Einige große aus der Branche der Menschenfeinde kommen gar nicht erst.

 

Leander Sukov

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