Leander Sukov

Schreiben.

Odessa. Ein schönes Buch

Heute fand ich in der Post gleich zwei Exemplare des wirklich sehr schön gestalteten Buches „ODESSA“ des Klagenfurter Wieser-Verlages.   Neben Mark Twain, Alexander Puschkin, Maxim Gorki und meinem geliebten Herzensgenossen Vladimir Majakovski sowie vielen anderen bekannten Schriftstellern taucht auch meine Name dort auf. Mein Gedicht „Odessa Sonett“ wurde, welche Freude!, in das Buch aufgenommen. […]

Demokratie verteidigen!

Demokratie, davon bin ich überzeugt, verträgt ein taktisches Verhältnis zu ihr nicht. Dabei weiß ich natürlich: Demokratie trägt in sich schon den Kompromiss zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen der Notwendigkeit zu jener Reglementierung, die zum grundsätzlichen Erhalt der Demokratie selbst nötig ist und der Renitenz gegen eben diese Reglementierung, einer Renitenz, die im Ziel allerdings […]

Enfant Perdu (Für Maria)

Dein Posten ist vakant und wir sind ganz verloren. Die Wunden klaffen, und niemand rückt dir nach. Das Blut ist uns auf unserer Haut gefroren. Doch sind wir nicht gebrochen, ein jedes Herz nur brach. Verlorner Posten in dem Lebenskriege, hieltst du so lange mutig-traurig aus. Und keine Hoffnung, keine großen Siege. Und Heimat nicht, […]

Mit Lenins Gehrock gibt es keinen aufrechten Gang mehr.

Gedanken anlässlich eines Beitrags von Ekkehard Lieberam in der jungen Welt Es geht vermutlich nicht nur mir so — jedenfalls habe ich die Hoffnung, auch anderen aus der dialektischen, der Marx’schen Seele zu sprechen: Die Welterklärungen auf dem Stand der Sechziger und Siebziger (die sich ohne jede Evolution in die Achtziger verlängerten) sind von so […]

Kein Exit vom Brexit?

Nach den Wahlen im Vereinigten Königreich ist der Brexit leider weiterhin auf der Tagesordnung. Dem muss man in der EU Rechnung tragen. Peter Frey, der Chefredakteur des ZDF hat heute in HEUTE dazu aufgerufen, die Tür für das Vereinigte Königreich offenzuhalten. Aber so einfach wird das nicht sein. Denn auch den Schotten wird man die […]

Mein Großvater, meine Mutter und ich

Nein, das wird nichts aus der Familie. Keine Angst. Es geht um etwas gänzlich Anderes. Mein Großvaters liebte Richard Tauber und konnte dutzendweis‘ Volkslieder auswendig, aber auch die Lieder der Arbeiterbewegung, wie er sie als junger Matrose gesungen hatte. Meine Mutter hatte schöne Schallplatten von Richard Germer und vom Hafenkonzert, eine Sprechplatte von Will Quadflieg […]

Wie kein Vogel

Für RW

Dieses Lied ist ja nicht für Bojangles oder über ihn. Es ist ein Lied über einen weißen Alkoholiker, ein guter Tänzer wohl, den Jerry Jeff Walker in einem Kleinstadtgefängnis traf. Jedenfalls in der Welt dieses Liedes. Und wenn es schon hier nicht über Bojangles ist ist, dann kann dieses Lied vielleicht ein wenig, nicht Wort […]

Das Reeperbahn-Gedicht Nr. 2

Die Elbe schlägt mit Wellenfäusten an die Pontons der Landungsbrücken. Der Frühling lacht mit tausend Möwen zusammen über Stadt und Hafen. Vom Michel singt mit voller Stimme die Glocke, die als ich Kind ich hörte vom Hafen her ins Zimmer klingen. Sie klingt als flöße hier die Zeit nur träge durch die Jahre. Die Tauben […]

Kunst und Sünde

Als ich vor mehr als 12 Jahren nach Berlin zog, wollte ich mich mit Freundinnen und Freunden aus verschiedenen queeren Szene dort unbehelligt von den dort weitverbreiteten persönlichen Animositäten treffen. Ich wählte ein nettes und von einem homosexuellen Pärchen geleitetes französisches Restaurant in Schöneberg. Und bald kamen, des guten Essens wegen und der hervorragenden Mundpropaganda […]

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